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Unterhaltsvorschuss ab 01.07.2017

ACHTUNG! Unterhaltsvorschuss ab 01.07.2017 – Antragsfrist bis 30.09.2017 verlängert
Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes rückwirkend zum 01.07.2017

Am 18.08.2017 ist rückwirkend zum 01.07.2017 nun die Reform zum Unterhaltsvorschussgesetz 2017, die eigentlich bereits zum 01.01.2017 in Kraft treten sollte, in Kraft getreten.

Diese Reform bringt mehrere wichtige Neuerungen mit sich. Die Bezugsberechtigung ist nun auf Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres erweitert worden. Damit ist die frühere Bezugsdauer von maximal 6 Jahren auf insgesamt maximal 18 Jahre erhöht worden.

Die Frist für die rückwirkende Beantragung von Unterhaltsvorschuss für die Zeit ab 01.07.2017 ist bis 30.09.2017 verlängert worden. Die Jugendämter müssen nun die Anträge nach dem neuen Recht bearbeiten.
Die Verlängerung der Antragsfrist stellt eine Ausnahme dar, denn Unterhaltsvorschuss kann abgesehen von dieser Ausnahme nicht rückwirkend beantragt werden.
Die Änderungen stellen eine deutliche Erleichterung für alleinerziehende Mütter und Väter dar.

Wer ist zuständig?
Will ein Elternteil erstmals Unterhaltsvorschuss beantragen, stellt dieser sich die Frage, wo und wie er das machen muss. Zuständig ist örtliche Jugendamt. In einem Stadtkreis ist das die Stadtverwaltung (also z.B. in Potsdam), in einem Landkreis das Landratsamt (also z.B. für Potsdam-Mittelmark die Standorte Bad Belzig, Werder/Havel und Teltow.

Für den Antrag muss ein Antragsformular benutzt werden. Das erhält der Antragsteller im Jugendamt vor Ort. Er kann es sich auch zusenden lassen. Viele Jugendämter haben diese Formulare inzwischen auch online zur Verfügung gestellt, sodass diese nur noch ausgedruckt und ausgefüllt und unterschrieben werden müssen und dann mit den entsprechenden Belegen zusammen eingereicht werden.

Wie hoch ist der Unterhaltsvorschuss?
Aktuell beträgt der Unterhaltsvorschuss 2017

• für Kinder von 0 – 5 Jahren: 150 Euro
• für Kinder von 6 – 11 Jahren: 201 Euro
• für Kinder von 12 bis 17 Jahren: 268 Euro.

Besonderheiten bei Hartz-IV-Leistungen:

Wer Hartz-IV-Leistungen erhält, muss den Unterhaltsvorschuss damit grundsätzlich verrechnen. Aber auch hier gibt es Änderungen.

Für Kinder unter 12 Jahren ist es für den Bezug von Unterhaltsvorschuss unerheblich, ob der Elternteil, in dessen Obhut sich das Kind befindet, Hartz-IV-Leistungen bezieht.
Für ältere Kinder zwischen 12 und 18 Jahren wird der Vorschuss erst ab einem Bruttoeinkommen des Obhutselternteils von 600 Euro gezahlt.

Gerne beraten wir Sie zum Unterhalt für minderjährige Kinder. Nehmen Sie dazu mit uns via E-Mail oder Telefon unter 033204 63427 Kontakt auf!



Eingestellt am 19.09.2017 von F.Freitag
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